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Termine

Sehen, was andere nicht sehen. Reuchlin, Giorgione und die magische Tradition der Renaissance

Vorträge im Dialog von Matthias Dall'Asta und Frank C. Möller Im Rahmen der Ausstellung "Schöngeschrieben - Schmuck, Zeichen- und Druckkunst" anlässlich des Reuchlinjahres der Stadt Pforzheim

Schmuck, Magie, geheimnisvolle Zeichen. Annäherungen an Reuchlin und seinen Kreis
Dr. Matthias Dall’Asta, Philologe, Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Das Geheimnis der »Drei Philosophen« von Giorgione
Frank C. Möller, Kunsthändler und Giorgionist

In Reuchlins philosophischen Dialogen geht es buchstäblich um Gott und die Welt – und immer wieder auch um Magie, Engel, Dämonen und fremdartige Rituale. In der Tiefe der Texte verbergen sich mitunter Anspielungen, die nur „Eingeweihten“ voll verständlich sind. Reuchlin lässt seine fiktiven Dialogfiguren aus fernen Ländern kommen und legt ihnen Worte in den Mund, die schon bald den Argwohn der Inquisition erregen. Nicht weniger tiefgründig, ja sogar abgründig ist Giorgiones Bild der „Drei Philosophen“, sobald man die vermeintlich glatte Oberfläche des Gemäldes verlässt, in das Dunkel des abgebildeten Höhleneingangs blickt – und sich plötzlich in einer gespenstischen Szenerie dämonischer Wesen und Symbole wiederfindet. Auf den Spuren des Pforzheimer Humanisten und des zeitgenössischen venezianischen Malers beleuchten der Philologe Dr. Matthias Dall’Asta und der Hamburger Kunsthändler und Giorgionist Frank C. Möller in zwei Vorträgen mit anschließendem Dialog eine verborgene Welt voller Geheimnisse. Wie im Schmuckmuseum Pforzheim nicht anders zu erwarten, spielen dabei auch Ringe und ein Diadem eine wichtige Rolle…

12 €, ermäßigt 10,50 €, Schüler und Studenten Eintritt frei