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Rede von Oberbürgermeisterin Christel Augenstein zur Vorstellung des Projekts „Tiergarten“ am Mittwoch, 24. September 2008, 18 Uhr im Sparkassenturm

Projekt "Tiergarten" wird vorgestellt

Sehr geehrte Herren,

sehr geehrte Damen,

 

als Stadt Pforzheim freue ich mich sehr, dass es jetzt ganz konkret wird.

 

Es gibt ja bekanntermaßen eine lange Vorgeschichte, zur Entwicklung des Areals der ehemaligen Buckenbergkaserne.

 

Seit dem Abzug der Franzosen nach Immendingen, wo sie Teil der deutsch-französischen Brigade sind, gingen mittlerweile 12 Jahre ins Land.

Keine untätigen Jahre, denn vielfältige Überlegungen zur Umnutzung des Buckenberg-Areals wurden angestrengt, sind aber letztendlich immer an den fehlenden Partnern gescheitert. 

Ideen gab es zuhauf, aber niemand, der sie umsetzen konnte.

 

Erst als die heutigen Partner gefunden waren und sich zu einer Konversionsgesellschaft zusammengeschlossen haben, gewannen die Überlegungen zur Konversion des 20 Hektar großen Geländes an Kontur.

 

Unter Federführung der städt. Wohnungsbaugesellschaft als größter Einzelgesellschafter und den Partnern  Sparkasse Pforzheim Calw, drei weiteren Pforzheimer WohnungsbauG, einer privaten Investorengruppe und den SWP wurde das vorgegebene Nutzungskonzept weiterentwickelt und ein städtebaulicher Plan erarbeitet.

 

Im November 2005 hat der Gemeinderat dem Realisierungskonzept zugestimmt. Das von Beginn an die Schwerpunkte: Wohnen, Arbeiten und Hochschulnutzung festlegte.

 

Mit dem Nutzungskonzept und dem städtebaulichen Entwurf, der Ihnen heute vorgestellt wird, sehe ich das gesteckte Ziel vollumfänglich erreicht.

 

Ich habe von Anfang an, also bereits schon seit 1996, für eine gemischte Nutzung des Geländes gekämpft. Ich bin froh, dass Stadt und GR die Kraft hatten, jegliche Monostruktur auszuschließen.

Ich finde, dass wir mit dieser Entscheidung alte Strukturen aufgebrochen haben, uns gelöst haben von Konzepten, die ausschließlich unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet wurden.

 

Der Mensch wurde verstärkt in den Mittelpunkt gerückt - und nicht in erster Linie das Renditeobjekt.  

 

Mit dem vorliegenden Konzept ist der Dreiklang von Wohnen, Arbeiten, Hochschule in hervorragender Weise gelungen.

 

Es ist innovativ, kreativ, zukunftsweisend und demografiefest.

 

Das Wohnkonzept  „Tiergarten“ ist von hoher städtebaulicher Qualität und besitzt Modellcharakter.

 

Erstmals ordnet sich in einem Plangebiet nicht die Natur den Plänen unter, sondern die Pläne der Natur. Mehr als 200 erhaltenswerte Bäume bestimmen den Standort der Gebäude und deren Form. So gibt der alte Baumbestand die Wegführung und Erschließung des Geländes vor.

Die topografische Situation wird nicht angepasst, sondern Wege und Gebäude passen sich der Topografie an.

 

Der eigene Garten wächst sozusagen über seine Grenzen hinaus und wird Teil der Landschaft.

Es werden Räume geschaffen für junge Familien mit Kindern genauso wie für ältere Menschen, die nahe an der Stadt leben möchten.

 

Die Stadt Pforzheim als wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum der Region Nordschwarzwald zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten des Landes Baden-Württemberg.

Die verkehrstechnische Anbindung für den zukünftigen „Tiergarten“ ist optimal.

Über die neue Autobahnauffahrt Pforzheim-Süd ist die Landeshauptstadt Stuttgart – vorausgesetzt es gibt keinen Stau – in 25 Minuten erreichbar.

 

Wohnraum in Stuttgart ist knapp und teuer, daher sehe ich unsere Nachbarn schon heute mit begehrlichem Blick nach Westen schielen -  das ist aber durchaus gewollt.

 

Neben dem Thema Wohnen ist im westlichen Teil des Geländes, in Nachbarschaft zur Hochschule Pforzheim, an nachuniversitäre Einrichtungen für Forschung und Entwicklung und Akademien gedacht.

Dies wird erfreulicherweise von privater Seite realisiert werden.

 

Meine sehr geehrten Herren und Damen,

 

Im Eingangsbereich entsteht bereits ein neues Einkaufszentrum, das die Nahversorgung sicherstellt. Aber auch weitere Dinge der Versorgung sind geplant, angefangen von einer Niederlassung der Spk Pforzheim Calw bis hin zur medizinischen Versorgung.

 

Schon am 15. Oktober diesen Jahres erfolgt der erste Spatenstich für die Erschließungsarbeiten und es wird nicht mehr allzu lange dauern, dann werden wir das erste Wohnhaus im „Tiergarten“ wachsen sehen.

 

Abschließend stellt sich noch die Frage:

Welche Bedeutung hat dieses Projekt Tiergarten denn nun für die Gesamtstadt Pforzheim ?

 

Kurz zusammengefasst:

Die Entwicklung dieses innenstadtnahen Geländes wird unserer Stadt den größten innovativen Schub der letzten Jahrzehnte verleihen. Es ist einer der wichtigsten und umfassendsten Beiträge zur Standortbestimmung und damit zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.

 

Das Konzept lebt aus der für Pforzheim zukunftsweisenden Kombination von:

-         zentrums- und gleichzeitig naturnahem Wohnen,

-         hochschulnaher Kompetenz,

-         und einem innovativen Energiekonzept.

 

Soweit die Sicht der Stadt Pforzheim, ich darf jetzt das Wort an den GF der Konversionsgesellschaft, Herrn Ulrich Füting, weitergeben.

 

 

 

- Es gilt das gesprochene Wort -