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Fachtag für Pädagogen beschäftigt sich mit „Kultureller Bildung“

OB Hager: „Wir müssen uns die kindliche Neugier zu nutze machen“

Unser Foto (oben) zeigt OB Gert Hager mit Kita-Fachberaterin Renate Engler und interessierte Pädagogen beim Fachtag im Bürgerhaus Haidach (unten)

Oberbürgermeister Gert Hager hat heute den Fachtag für pädagogische Fachkräfte der Stadt Pforzheim im Bürgerhaus Buckenberg Haidach eröffnet. Auf dem Kongress ging es um das Thema „Kulturelle Bildung – Hinterm Horizont geht’s weiter“. Der Rathauschef bezeichnete kulturelle Bildung neben der reinen Wissensvermittlung und der sozialen Bildung als eine der drei Säulen von Bildung überhaupt. Dabei seien die ersten acht Lebensjahre eines Kindes entscheidend, weil hier die Grundlagen für das spätere Erwachsenenleben geschaffen würden. „Wir müssen das natürliche Bildungsverhalten von Kindern – ihre Wissbegierde, ihren Wissenshunger – in solche Bahnen lenken, dass die Potentiale von Kindern voll ausgeschöpft werden, ohne diese dabei zu überfordern“, so Gert Hager weiter. Außerdem bedankte er sich bei den Pädagoginnen und Pädagogen für die Arbeit, die sie in den letzten Jahren geleistet haben. „Sie geben das Bestmögliche. Ich weiß, was sie jeden Tag leisten und dafür sage ich ‚Danke’!“ Sein besonderer Dank gelte Kita-Fachberaterin Renate Engler. Sie habe viele Jahre lang „segensreich“ gewirkt, sei „streitbar“ und „nach vorne orientiert“.

Renate Engler hat unter anderem als Fachberaterin den Gesamtprozess zur Implementierung des sogenannten „Infas“-Konzepts begleitet. So haben sich die städtischen Kindertagesstätten im Jahr 2006 entschieden, das frühpädagogische Konzept des Instituts für angewandte Sozialisationsforschung (infans e.V.) umzusetzen. Mithilfe der darin enthaltenen fünf Module sollen die Orientierungs-Leitlinien des Kultusministeriums Baden-Württemberg für Bildung und Erziehung erreicht werden. In mehreren von „Infans“ durchgeführten Workshops mit der Erziehungswissenschaftlerin Beate Andres und dem Soziologen Hans-Joachim Laewen konnten sich 180 Pädagoginnen und Pädagogen aus den städtischen Kindertageseinrichtungen mit den Grundlagenkenntnissen und Verfahrensweisen des Konzepts vertraut machen.

 

Im weiteren Verlauf des Fachtages stellten Beate Andres und Hans-Joachim Laewen Ansätze vor, mit denen man die Kreativität von Kleinkindern durch Lyrik, Bildende Kunst und Tanz wecken kann. So empfahl die Erziehungswissenschaftlerin, Lyrik durchaus auch in Kindergärten einzusetzen. „Auch wenn Kinder ein Gedicht vielleicht nicht ganz genau verstehen, so begreifen sie  über die Klangsprache vieles intuitiv.“ Auch Kulturreferentin Isabel Greschat hob die gestiegene Bedeutung von kultureller Bildung hervor. Bildung habe viele Ziele: Persönlichkeitsbildung, Vermittlung von moralischen und sozialen Werten, Identitätsstiftung, aber eben auch das Wecken von Kreativität und damit der Möglichkeit, sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten ausdrücken zu können.