Inhalt

Offene Horizonte – Schmuck von den Reisewegen Humboldts

13. April bis 8. September 2019 | Eröffnung Freitag, 12. April, 19 Uhr

Alexander von Humboldt gilt als eines der letzten Universalgenies. Das Denken und Handeln des vor 250 Jahren geborenen Forschers legte viele Grundlagen für unsere heutige Weltsicht. In seinem 90-jährigen Leben brach der Weltbürger zweimal zu großen Expeditionen auf: durch Süd- und Mittelamerika sowie durch Russland bis an die Grenze Chinas. Von den Idealen der Aufklärung geprägt, war er der Überzeugung, dass es zwischen den Menschen lediglich Unterschiede hinsichtlich ihrer Bildung oder Kultur gebe und alle gleichermaßen zur Freiheit bestimmt seien. »Die Horizonte seines Denkens waren offen«, wie der Humboldt-Kenner Ottmar Ette unterstreicht. Wirkliche Bildung bedeutete für Humboldt, Dinge zusammen zu denken. Entsprechend breit gefächert waren seine Forschungsgebiete. Seine heutige Bedeutung verdankt er genauem Hinsehen und wissenschaftlichen Analysen, gepaart mit einem zutiefst humanistischen Ansatz. Begleitet von Texten und Bildern aus dem Werk des Forschers zeigt die Ausstellung vielfältige Artefakte und Schmuck von seinen Reisewegen.

13. April bis 23. Juni 2019
Ausstellung im Dialog: Expedition | Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät
Im Rahmen der Ausstellung »Offene Horizonte« präsentiert das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät der Goldschmiedeschule Pforzheim neue Arbeiten, die zu einem kreativen Ausflug einladen. Rund 70 Schüler der drei Klassenstufen begaben sich auf ihre jeweils eigene Expedition. Dabei standen Weltentdecker und Forschungsreisen Pate für eine große Ideenvielfalt, die in der Werkstatt mit schöpferischen Lösungen umgesetzt wurden.

Eintritt 6 €, ermäßigt 3,50 €, Kombiticket Dauer-/Sonderausstellung 8,50 €

Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons

19. Oktober 2019 bis März 2020 | Eröffnung Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr

Napoleon Bonaparte, dessen Geburtstag sich 2019 zum 250. Mal jährt, ordnete die europäische Welt in vieler Hinsicht neu. Dies nimmt das Schmuckmuseum Pforzheim zum Anlass für eine Sonderausstellung zur neuen Art des Schmucks und der Mode, die die napoleonische Zeit prägten. Es sind der Klassizismus als »Stil der Revolution« sowie der dekorative Empire-Stil, die sich in ganz Westeuropa bis nach Russland ausbreiteten. Die Wertvorstellungen der Aufklärung verlangten nach einer Ästhetik der Vernunft. Sie traf auf den Geschmack eines erstarkenden, selbstbewussten und gebildeten Bürgertums und bestimmte alle Bereiche der Kultur – von Architektur über Malerei, Möbel, Kleidung und Schmuck bis hin zu Literatur und Musik. Die bildende Kunst hatte den Geistesadel zu schaffen, um mit der Tradition des Geburtsadels zu brechen. Im Zuge der kaiserlichen Herrschaft Napoleons entfaltete der Empire-Stil seine repräsentative Pracht. Mit Arbeiten von Chaumet, dem Hofjuwelier Napoleons wird auch Schmuck aus seinem Umfeld zu sehen sein.

Eintritt 6 €, ermäßigt 3,50 €, Kombiticket Dauer-/Sonderausstellung 8,50 €

Gold und Silber - Schmuck und Gefäße von Ulla und Martin Kaufmann

Dauerausstellung | Moderne Sammlung

13. Juli bis Oktober 2019 | Eröffnung Freitag, 12. Juli, 19 Uhr

Seit nahezu fünfzig Jahren kreieren Ulla und Martin Kaufmann Schmuck und Gerät: anfangs mit abstrakten Blütenformen, dann von der Formensprache her klassisch modern, in den letzten Jahrzehnten geprägt von der Auseinandersetzung mit der Bildhauerei etwa Richard Serras oder Eduardo Chillidas. Beide sind Gold- und Silberschmiede, gemeinsam haben sie seit 1970 ein Atelier in Hildesheim. Zentrale Rolle ihrer Arbeiten, mit teils überraschenden Formen, ist das geschmiedete Band. Außen-, Innen- und Freiräume ihrer Werke spielen stets mit Form und Funktion. Neben vielen Auszeichnungen erhielten Ulla und Martin Kaufmann zuletzt 2018 den Bayerischen Staatspreis für ihr Projekt »Kuben in Bewegung«. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das reiche Schaffen des Paares.