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Max Ernst - Sammlung Würth. Im Dialog mit Werken aus dem Schmuckmuseum

18. Juli 2020 bis 17. Januar 2021

Über die Ausstellung

Max Ernst (1891–1976) zählt zu den anregendsten und einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die Strahlkraft seines Œuvres reicht weit über seine Zeit hinaus. Ein Teil seiner biografischen Notizen ist fiktiv, und er hielt stets auch eine ironische Distanz zu seinen eigenen Werken und Techniken: In seinen Bildern findet sich sowohl Figuratives wie auch erfundene Formen, seine Kunst ist multimedial. Max Ernst war ein Grenzgänger und Meister des Zwischenreichs. Wie sein Leben ist auch sein Werk von Brüchen und Themenwechseln geprägt. Beides ist in der Gesamtheit Ausdruck seines visionär-skeptischen Weltentwurfs.

In der Sammlung Würth gehört Max Ernst zu den zentralen künstlerischen Positionen. Den Kern des Ernst-Blocks bildet eine einzigartige Kollektion von Büchern und Grafiken. Darin wird das an Vielfalt kaum zu übertreffende, scheinbar grenzenlose bildnerische Universum des Surrealisten Max Ernst von seinen Anfängen bis zu seinem fantastischen Spätwerk erlebbar. Neben Grafiken werden auch einige Plastiken des Künstlers gezeigt. Überdies lässt die Ausstellung einzelne Stücke aus der Sammlung des Schmuckmuseums in Korrespondenz zu den Werken Max Ernsts treten.

Reinhold Würth zu Max Ernst in einer Rede 2009

»Damals habe ich nicht ermessen und abschätzen können, was ich eigentlich gekauft habe. Für mich war Max Ernst in erster Linie ein Name und dass er Surrealist war […]. Aber das war für mich im Nachschauen ein riesiger Glücksfall […]. Es waren […] 250 Blätter an Grafik von Max Ernst, die Werner Spies mit viel, viel Sorgfalt, mit viel Mühe, mit viel Arbeit für die Lufthansa zusammengetragen hatte.«

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth in seiner Rede zur Vernissage der Ausstellung »Albtraum und Befreiung - Max Ernst in der Sammlung Würth« in der Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall, am 15. Oktober 2009

Assoziationen von Besuchern

In der Ausstellung können Besucher selbst kreativ werden und Gedanken oder Bilder zu dem Gesehenen auf Karten hinterlassen - anknüpfend daran, dass das In-sich-Hineinsehen bei Max Ernst Grundlage seines kreativen Schaffens ist. Eine Auswahl ist hier auch online zu sehen.

"Die Jagd nach dem Schnark..."

"Wenn ich ___ betrete, fühle ich ..."

"Die Hundertköpfige hütet ihr Geheimnis, denn..."

"Herr Messer und Fräulein Gabel..."

"Beim Kirschenpflücken..."

"AmTag/in der Nacht träume ich oft von..."

"Im Augenblick geht mir durch den Kopf, dass..."

"Neulich, als ich im Stau stand, da dachte ich..."

"Das galante Schaf..."

"Als ich noch ein Kind war und..."

"Denk ich an..., möcht' ich..."

"Masken von ___ erscheinen mir wie..."

"Der Ort meiner Träume ist..."

"Spiegel, Kopf, Ei und Fisch"