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Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons

19. Oktober 2019 bis 1. März 2020

Napoleon Bonaparte, dessen Geburtstag sich 2019 zum 250. Mal jährt, ordnete die europäische Welt in vieler Hinsicht neu. Dies nimmt das Schmuckmuseum Pforzheim zum Anlass für eine Sonderausstellung zur neuen Art des Schmucks und der Mode, die die napoleonische Zeit prägten. Es sind der Klassizismus als »Stil der Revolution« sowie der dekorative Empire-Stil, die sich in ganz Westeuropa bis nach Russland ausbreiteten. Die Wertvorstellungen der Aufklärung verlangten nach einer Ästhetik der Vernunft. Sie traf auf den Geschmack eines erstarkenden, selbstbewussten und gebildeten Bürgertums und bestimmte alle Bereiche der Kultur – von Architektur über Malerei, Möbel, Kleidung und Schmuck bis hin zu Literatur und Musik. Die bildende Kunst hatte den Geistesadel zu schaffen, um mit der Tradition des Geburtsadels zu brechen. Im Zuge der kaiserlichen Herrschaft Napoleons entfaltete der Empire-Stil seine repräsentative Pracht. Mit Arbeiten von Nitot, dem Hofjuwelier Napoleons ist auch Schmuck aus seinem Umfeld zu sehen. Zahlreiche Bilder zeigen, wie Napoleon sich inszenierte und darstellen ließ und veranschaulichen im Zusammenspiel mit Dokumenten, Gebrauchs- und Luxusgegenständen die damalige Zeit.

Eintritt 6 €, ermäßigt 3,50 €, Kombiticket Dauer-/Sonderausstellung 8,50 €

6. Eligius-Schmuckpreis 2019

Aktueller Schmuck aus Österreich

23. November 2019 bis 26. Januar 2020 | Eröffnung Freitag, 22. November, 19 Uhr

Alle drei Jahre lobt das Land Salzburg den Eligius-Schmuckpreis aus, um neue Positionen im österreichischen Schmuckschaffen zu entdecken. Vom 23. November 2019 bis zum 16. Januar 2020 werden die Ergebnisse dieses Preises im Schmuckmuseum Pforzheim ausgestellt. Bei der nunmehr sechsten Ausschreibung wurde Paul Iby zum Preisträger auserkoren. Der 1991 in Wien geborene Schmuckkünstler hat unterschiedliche Objekte eingereicht, etwa Halsschmuck aus emailliertem Kupfer mit Zellwolle oder mit Spiralkabeln für die Kettenfunktion. Auch zwei Paar Schuhe aus denselben Materialien sind dabei. Ihre Absätze sind zugleich Behälter für Holzkohle – um die Füße warmzuhalten. »Paul Ibys Arbeiten zeichnen sich durch Intelligenz und Witz aus«, erläutert Schmuckexpertin Holzach die Auswahl der Jury, die neben ihr aus dem italienischen Schmuckkünstler Giampaolo Babetto und der Kuratorin am MAK Wien Anne-Katrin Rossberg bestand. Sein Schmuckstudium hat Iby an der Burg Giebichenstein in Halle absolviert.

Für den diesjährigen Eligiuspreis hatten 34 österreichische Schmuckkünstler Arbeiten eingereicht, von denen die Jury 13 nominierte – zwölf Frauen und einen Mann. Diese Einreichungen zeichnen sich durch ein breites künstlerisches Spektrum aus. Auch der Materialeinsatz ist vielfältig: Neben üblichen Werkstoffen wie Gold, Silber und Schmucksteine werden Kunststoffe, Textiles, Porzellan oder Holz eingesetzt. Einige Schmuckstücke werden in Kombination mit Fotografien präsentiert. Im März 2019 waren die Arbeiten dieser 13 Schmuckkünstler im MAK Wien in einer Ausstellung zu sehen.

Nominiert wurden Arbeiten folgender Schmuckkünstler:
Andrea Auer, Gunda Maria Cancola, Veresa Ebyl, Andrea Maxa Halmschlager, Paul Iby (Preisträger), Beatrix Kaufmann, Theresa Macourek, Martina Mühlfellner, Viktoria Münzker, Izabella Petrut, Konstanze Prechtl, Birgit Schlarmann, Petra Zimmermann

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