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Die Welt neu geordnet – Schmuck aus der Zeit Napoleons

Napoleon Bonaparte, dessen Geburtstag sich 2019 zum 250. Mal jährt, ordnete die europäische Welt in vieler Hinsicht neu. Dies nimmt das Schmuckmuseum Pforzheim zum Anlass für eine Sonderausstellung zur neuen Art des Schmucks und der Mode, die die napoleonische Zeit prägten. Es sind der Klassizismus als »Stil der Revolution« sowie der dekorative Empire-Stil, die sich in ganz Westeuropa bis nach Russland ausbreiteten. Die Wertvorstellungen der Aufklärung verlangten nach einer Ästhetik der Vernunft. Sie traf auf den Geschmack eines erstarkenden, selbstbewussten und gebildeten Bürgertums und bestimmte alle Bereiche der Kultur – von Architektur über Malerei, Möbel, Kleidung und Schmuck bis hin zu Literatur und Musik. Die bildende Kunst hatte den Geistesadel zu schaffen, um mit der Tradition des Geburtsadels zu brechen. Im Zuge der kaiserlichen Herrschaft Napoleons entfaltete der Empire-Stil seine repräsentative Pracht. Mit Arbeiten von Nitot, dem Hofjuwelier Napoleons ist auch Schmuck aus seinem Umfeld zu sehen. Zahlreiche Bilder zeigen, wie Napoleon sich inszenierte und darstellen ließ und veranschaulichen im Zusammenspiel mit Dokumenten, Gebrauchs- und Luxusgegenständen die damalige Zeit.

Eintritt 6 €, ermäßigt 3,50 €, Kombiticket Dauer-/Sonderausstellung 8,50 €

Fast nichts - Schmuck und Gefäße von Ulla und Martin Kaufmann

13. Juli bis 3. November 2019 | Eröffnung Freitag, 12. Juli, 19 Uhr

Seit nahezu fünfzig Jahren kreieren Ulla und Martin Kaufmann Schmuck und Gerät: anfangs mit abstrakten Blütenformen, dann von der Formensprache her klassisch modern, in den letzten Jahrzehnten geprägt von der Auseinandersetzung mit der Bildhauerei etwa Richard Serras oder Eduardo Chillidas. Beide sind Gold- und Silberschmiede, gemeinsam haben sie seit 1970 ein Atelier in Hildesheim. Zentrale Rolle ihrer Arbeiten, mit teils überraschenden Formen, ist das geschmiedete Band. Außen-, Innen- und Freiräume ihrer Werke spielen stets mit Form und Funktion. Neben vielen Auszeichnungen erhielten Ulla und Martin Kaufmann zuletzt 2018 den Bayerischen Staatspreis für ihr Projekt »Kuben in Bewegung«. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch das reiche Schaffen des Paares.

Unter dem Titel »Fast nichts. Ulla + Martin Kaufmann« ein Buch erschienen, herausgegeben von Cornelie Holzach, 144 Seiten, 22,5 x 27,5 cm, Festeinband, ISBN 978-3-933924-24-7, das für 22 € im Museumsshop erhältlich ist.

Als Ausstellung im Dialog zeigt Schütt – Schmuck & Edelsteine in seinen Räumlichkeiten gegenüber dem Reuchlinhaus vom 13. Juli bis zum 3. Oktober »Nur Blech – Ulla + Martin Kaufmann«. Die dort präsentierten Stücke sind käuflich zu erwerben.

Am Wochenende vom 12. bis zum 14. Juli findet zudem die Werkschau der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim statt.

Flyer zur Ausstellung "Fast nichts" zum Herunterladen